Vom Don zur Wolga

Tag Drei: Wir schleusen uns über 13 Treppenstufen bis Wolgograd

Unser Spruch des Tages:
Die Fremde darf dir zur Heimat werden,
doch darf die Heimat dir nie zur Fremde werden.

So klar der Himmel beim Sonnenuntergang am Zimljansker Stausee auch aussah, er hat uns in der Nacht doch dichten Nebel beschert, der es aus Sicherheitsgründen unmöglich machte, dass die MS Kandinsky in den teilweise sehr engen Wolga-Don-Kanal einfahren durfte. So verbrachten wir zwar eine sehr stille Nacht an Bord des Schiffes, die uns eine tiefen Schlaf mit geringeren Maschinengeräuschen bescherte als bei Fahrt, so war ich um fünf Uhr schon so gut ausgeschlafen, dass ich erhoffte, noch den höchsten Punkt des Kanals, den Warwarosker Stausee mit 88m über Wolganiveau zu sehen – doch weit gefehlt, wir lagen noch vor der Schleuse 13 vor Anker. Das Schiff samt Umgebung war mit dickem Nebel verhüllt! Weiterlesen

Väterchen Don

Tag Zwei: Flusstag auf Väterchen Don und dem Zimljansker Stausee

Unser Spruch des Tages:
Glücklich ist einer, der sich bei Sonnenuntergang über die aufgehenden Sterne freut

Philipp Spitta beschreibt das Präludium C-dur BWV 846  als ein Stück von unsäglichem Zauber,
über das eine große, selige Melodie körperlos hinzieht, wie Engelsgesang
durch die stille Nacht über flüsternde Büsche und Bäume.

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Rostow am Don

Tag Eins und Beginn der Flussreise über Väterchen Don und Mütterchen Wolga.

Unser Spruch des Tages:
Man reist ja nicht um anzukommen, sondern um zu reisen.
(J. W. von Goethe)

Rostow und seiner Umgebung eilt der Ruf voraus, ein ökologisches Krisengebiet. das „Chicago Russlands“, aber auch ein exotische Hoffnungen weckendes „Tor zum Kaukasus“ zu sein. Vom Fluss Don und der von ihm durchflossenen Steppenlandschaft hatte ich durch die Pflichtlektüre auf der Oberschule, den Roman „Der Stille Don“ von Michail Scholochow, eine vage Vorstellung. Die durch Scholochows Roman geweckten phantasiereichen Träume waren der eigentliche Grund, weshalb ich neben der Wolga auch den Don kennenlernen wollte und somit die 20 Tage dauernde, schlussendlich 4.894 km lange Reise von Rostow-am-Don nach St. Petersburg auf der MS Kandinsky zu buchen. Weiterlesen

Ausflug nach Aleppo im Jahr 2006

Dieser Ausflug von Antakya nach Aleppo fand im Jahr 2006 statt; angesichts der zu befürchtenden völligen Zerstörung der Stadt Aleppo hielt ich es für angebracht, die damals gemachten Aufnahmen in einer Bildergalerie am Schluss des Beitrages, nach den beiden Videos über die aktuellen Zerstörungen Aleppos, zu zeigen. Die Musik zu dem Video ist eine MIDI-Bearbeitung des arabischen Liedes „Batwannis beek“, Komponist: Salah El Sharnobi, die ich mit Roland-Soundmodul TTS-1 auf meinem PC produziert habe. Weiterlesen

Winterreise durch Ostanatolien

Mehrere Trips nach hier und da habe ich zu einer einzigen Reise zusammengefügt und folge mit ihr der Sommerroute. Nur ist nun das Wintersportzentrum Erzurum, in dem es im Winter so kalt wird, das die Katzen über Nacht auf den Dächern so abrupt und heftig tiefgekühlt werden, dass sie im Frühling wieder putzmunter und aufgetaut den Mäusen den Garaus machen können; – so erzählt es jedenfalls der Volksmund. Aber keine Legende ist es, dass in strengen Wintern schon mal dieser und jeder hungrige Wolf auf dem Universitätsgelände nach billig zu habenden Fressalien sucht.

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Die Legende vom Berg Ararat

Vom İshak Paşa Sarayı (Ishak-Pascha-Palast) kann man zwar Doğubeyazıt überblicken und auch die alte Seidenstraße sich durch das karge Hochland schlängeln sehen, auf der heute der Schwerlastverkehr zum und vom Iran vorbei donnert, doch nur eines ist nicht zu sehen: der Ararat, der die ganze Landschaft dort prägt und beherrscht. Weiterlesen

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