В темном лесе (Im dunklen Wald) – russisches Volkslied

Bearbeitet für Orgel und eingespielt mit Samples der Riegerorgel im Konzerthaus Wien (Vienna Konzerthaus Organ).

Das Video habe ich nach Sonnenuntergang auf der Kowscha aufgenommen. Die Kowscha (russisch Ковжа) ist ein Zufluss des Weißen Sees im Nordwesten der Oblast Wologda im europäischen Norden von Russland. Die Kowscha fließt vom westlichen Ende des Kowschskoje-Sees etwa 10 km in westlicher Richtung, bevor sie auf den Wolga-Ostsee-Kanal trifft. Der restliche Flusslauf in südlicher Richtung zum Nordufer des Weißen Sees ist deckungsgleich mit dem Wolga-Ostsee-Kanal.  Siehe auch den Bogbeitrag Kirillo-Beloserski-Kloster (Goritsy)

Weiterlesen

St. Petersburg: Palastplatz und Bootsfahrt (mit Händels Wassermusik )

Tag Neunzehn: Letzter Tag in Sankt Petersburg –
Bootsfahrt auf Moika, Newa und Fontanka

Unser Spruch des Tages:
Ein geglückter Urlaub besteht aus lauter netten Kleinigkeiten.

Eine Stadtrundfahrt auf dem Wasser ist ein Vergnügen, das man sich keinesfalls entgehen lassen sollte, zumal wenn die Sonne scheint und man auf offenem Deck an den Palästen vorbeischippern kann. Wir hatten in St. Petersburg das Glück, das beste Wetter für eine solche Bootsfahrt erwischt zu haben: Weiterlesen

Ein Zarenball in St. Petersburg (12. Mai 2016)

Nachdem ich die Stadtrundfahrt hinter mich gebracht und den Park Peterhof genossen, Mittag und Abendbrot gegessen hatte, ging es um 18:45 Uhr mit dem Bus wieder ins Zentrum von Sankt Petersburg in das Hotel Taleon, einem würdigen alten Luxus-Schinken, der bereits mächtig gewaltige zehn Jahre seit seiner Neu-Errichtung auf dem Buckel hat. Das ursprüngliche Gebäude auf diesem Platz wurde zwischen 1758 und 1771 von dem französischen Architekten Jean-Baptiste de la Mothe im Auftrag und für Nikolai Tschitscherin, dem damaligen Polizeichef in St Petersburg, erbaut – und ist auch als Tschitscherin-Haus bekannt. Weiterlesen

Schloss und Park Peterhof

Man möchte, sobald man Schloss  und Park Peterhof betritt, mit Christoph Martin Wieland in seinem Gedicht „Erdenglück“ vor Begeisterung und Überraschung ausrufen: „Lauter Lust, wohin das Auge gafft“,  auch wenn es nun schon zum dritten Mal geschieht, dass man dieses Glück genießen darf.

Erdenglück

Lauter Lust, wohin das Auge gafft,
Lauter Rosen, lauter Myrtenbäume;
Göttertisch von Grazien gedeckt,
Nektar aus Tokay in allen Flüssen,
Schlaf auf Schwanen, den zu stillen Küssen
Amor oft, die Sorge niemahls, weckt;
Lauter Feste, Tänze, frohe Spiele,
Lauter Unschuld, Eintracht, Zärtlichkeit,
Kurz, der Menschen ganze Lebenszeit
Ein Gewebe lieblicher Gefühle —
Welch ein Traum! —

Weiterlesen

Sankt Petersburg (Stadtrundfahrt)

Tag Achtzehn: Erster Tag in Sankt Petersburg –
Stadtrundfahrt

Unser Spruch des Tages:
Für einen Perfektionisten kaum zu glauben,
dass Menschen gerade wegen ihrer Fehler geliebt werden.

Obwohl wir in Mandrogi mit heftigem Starkregen verabschiedet wurden kamen wir in Sankt Petersburg unter einem wolkenlosen Himmel an – beste Voraussetzungen, um die Stadt von ihrer schönsten Seite kennen zu lernen. Der Flusshafen, an dem wir ankerten, liegt am östlichen Stadtrand, also leider nicht dort, wo die Raketas, die Tragflächenboote, nach Peterhof starten wie ich es mir erhofft hatte. So befanden wir uns nun weit außerhalb des Zentrums.

Meine PDF-Datei „Die Geschichte St. Petersburgs“ erzählt wie diese Stadt von Peter I. quasi aus dem Sumpf gezogen wurde und deren weitere städtebauliche Entwicklung.

Um halb Neun startete der Ausflug mit dem Bus, zunächst zu einer Stadtrundfahrt in Sankt Petersburg und danach zu Schloss Peterhof. Dieses Ziel war der eigentliche Grund, der mich zu diesem Ausflug animiert hatte – aber das werde ich in einem eigenen Beitrag beschreiben. Weiterlesen

Werchnije Mandrogi

Tag Siebzehn: Flussfahrt auf dem Swir

Unser Spruch des Tages:
Die Erinnerung ist das einzige Paradies
aus dem wir nicht vertrieben werden können.

Der Swir (Свирь) verbindet auf einer Länge von 218 Kilometern den Onegasee mit dem Ladoga-See. Er überwindet dabei ein Gefälle von 28,5 Metern. Den Schiffern war der Fluss wegen der Untiefen, Stromschnellen, Felsblöcke und kilometerlangen seichten Abschnitte ein Greuel. Bis weit in das 20. Jahr­hundert wurde getreidelt. Die hohe Fließgeschwindigkeit von bis zu 10 bis 12 Kilometern pro Stunde kam zwar den flussabwärts fahrenden Schiffen entgegen; flussaufwärts, also zum Onegasee, vervielfachte sich jedoch die für die Passage notwendige Zeit. 
Der im 19. Jahrhundert zur Erleichterung der Verbindung zwischen Ostsee und Wolga errichtete Marien-Kanal bezog auch den Swir ein. Der Fluss wurde dazu an manchen Stellen vertieft, es entstanden Dämme und Schleusen, die die Schifffahrt zwar erleichterten, aber deren Probleme nicht lösten. Erst in den 1930er Jahren, mit dem Bau von zwei Staumauern und Schleusen, wurde der Fluss durchgängig schiffbar. Als der Marien-Kanal 1810 fertiggestellt war, passierten jährlich bis zu 4000 Schiffe den Ort. Hier wurden die Waren umgeladen, in Speichern und Hallen lagerten Getreide, Salz und andere Güter, die von und nach St. Petersburg gebracht wurden. 1936 begannen die Arbeiten zum Bau des Oberen-Swir-Staudammes bei Podporoschje. Während des Krieges wurde der Damm gesprengt und bis 1951 wieder errichtet. In der dortigen Schleuse werden die Schiffe in Richtung Ladoga-See um zehn Meter gesenkt. Podporosche liegt daher heute etwa sechs Kilometer vom Fluss entfernt auf einem Hügel. Weiterlesen

1 2 3 7