Sergei Rachmaninow: „Christus ist auferstanden“, Romanze op. 26 Nr. 6 (Orgeltranskription)

Diese Romanze von Sergei Rachmaninow habe ich für Orgel bearbeitet, mit Samples der Riegerorgel des Großen Saals im Konzerthaus Wien (Vienna Konzerthaus Organ) eingespielt und mit eigenen Bildern und Videos vom Mamajewhügel in Wolgograd visualisiert. Sie beziehen sich auf den Text zu dieser „Romanze“. Die Bilder im zweiten Teil des Musikstückes habe ich nachts auf dem Mamajewhügel aufgenommen.

Der Text dieser Romanze stammt von Dmitri Sergejewitsch Mereschkowski. Zitat aus Wikipedia:

Mereschkowskis Werke sind „geprägt von der Idee eines epochenbildenden Widerstreits zwischen Christ und Antichrist und einer Vermischung dekabristischer Traditionen mit mystisch-orthodoxen Elementen“, und er verstand, so Volker Weiß, sein „Schaffen stets auch politisch“. In seinem Ost-West-Dualismus lehnt er das aufklärerische Westliche ab und schwärmt für einen „Osten“ unter Bezug auf das Alte Testament und mystische Traditionen der ägyptischen Antike als das eschatologischeDritte Reich“.

Der Text in russisch und in meiner deutschen Übersetzung lautet:

Христос воскрес
поют во храме;
Но грустно мне…
душа молчит.
Мир полон кровью и слезами,
И этот гимн пред алтарями
Так оскорбительно звучит. 
„Christus ist auferstanden“
singen sie in der Kirche;
Aber es macht mich traurig…
Meine Seele bleibt stumm.
Denn die Welt ist voller Blut und Tränen,
Und diese Hymne an den Altären …
sie klingt so verlogen. 
Когда-б Он был меж нас и видел,
Чего достиг наш славный век,
Как брата брат возненавидел,
Как опозорен человек,
И если б здесь,
в блестящем храме
Христос воскрес
Он услыхал,
Какими б горькими слезами,
Перед толпой
Он, зарыдал!
Als ER mitten unter uns stand und sah,
Was unser glorreiches Zeitalter erreicht hat,
Wie Bruder den Bruder hasst,
und wie beschämend die Menschen handeln …
Wenn ER hier wäre,
In diesem glänzenden Tempel
Und hörte
„Christus ist auferstanden“,
Welch bittere Tränen
angesichts der Menge
würde er weinen!

В темном лесе (Im dunklen Wald) – russisches Volkslied

Bearbeitet für Orgel und eingespielt mit Samples der Riegerorgel im Konzerthaus Wien (Vienna Konzerthaus Organ).

Das Video habe ich nach Sonnenuntergang auf der Kowscha aufgenommen. Die Kowscha (russisch Ковжа) ist ein Zufluss des Weißen Sees im Nordwesten der Oblast Wologda im europäischen Norden von Russland. Die Kowscha fließt vom westlichen Ende des Kowschskoje-Sees etwa 10 km in westlicher Richtung, bevor sie auf den Wolga-Ostsee-Kanal trifft. Der restliche Flusslauf in südlicher Richtung zum Nordufer des Weißen Sees ist deckungsgleich mit dem Wolga-Ostsee-Kanal.  Siehe auch den Bogbeitrag Kirillo-Beloserski-Kloster (Goritsy)

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St. Petersburg: Palastplatz und Bootsfahrt (mit Händels Wassermusik )

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